Erste Probe: Deutschland

Und endlich war es dann soweit. Als letzte am heutigen Probentag betreten S!sters die Bühne. Carlotta ist wieder ganz in schwarz gekleidet und wie wir ihrem Vlog entnehmen konnten, hat sie auch an der Frisur gearbeitet und das mit Erfolg. Ihre neue Haarbracht sieht wirklich toll aus. Laurita trägt ein schwarzes Kleid, auf dem Muster aus goldenen Blumen zu sehen sind. Kennen wir dieses Kleid nicht schon von Pressefotos?! Naja, egal. Den Song starten die beiden aus weiter Entfernung. Sie sitzen jeweils an den beiden Brücken, die die Bühne umrahmen. Beim ersten Refrain stehen die beiden auf und gehen aufeinander zu. Hierbei laufen die Beiden über den Steg. Im Hintergrund werden verschiedene Begriffe eingeblendet. Da die beiden in weiten Teilen des Songs voneinander entfernt sind, können sie leider nicht so gut miteinander interagieren. Das ist meiner Meinung nach, eine ganz falsche Entscheidung, denn der Song lebt vom Gefühl, dass die beiden in ihrer Interaktion erzeugen. Aber am aller schlimmsten finde ich das Ende. Hier zeigt man im Hintergrund ein lesbisches Paar, dass sich küsst und dann ein großes Peace-Zeichen. Bitte was?! Erst versucht man dem Song das Frauen-Power-Image zu verpassen und den Beitrag als emanzipatorischer Durchbruch zu deklarieren. Und jetzt springen wir noch auf den LGBTIQ-Zug mit auf?! Und wie Nicole schon wusste, schadet ein „bisschen Frieden“ nie. Also das würde ich auf jeden Fall ändern. Ich würde eigentlich fast alles daran ändern. Die beiden müssten wieder viel näher zusammenrücken, um die Stimmung besser erzeugen zu können. Dieses ewige Schrift-Eingeblende finde ich auch nicht besonders originell und überhaupt. Das wirkt alles recht lieblos und nicht gut durchdacht. Was ist da los, liebe Delegation?! I can’t see flames in your eyes…

Aber im zweiten Durchlauf wurden dann noch Variationen ausprobiert. Sie beginnen stehend, aber trotzdem voneinander entfernt. Sie interagieren mehr mit dem Publikum. Die Kameraführung variiert. Im Hintergrund sind viele kleine Bilder zu sehen, die so schnell wechseln, dass man sie gar nicht erfassen kann. Viel mehr verwirren sie einen. Einige Variationen sind besser, andere schlechter. Das reicht leider nicht aus. Hoffentlich überdenken die Verantwortlichen hier noch einmal einiges, denn das hier überzeugt so gar nicht. Aber einen positiven Aspekt gibt es: Gesungen haben die beiden richtig gut.

Im übrigen sehen die Presseleute das ähnlich und voten S!sters Probendurchlauf auf den letzten Platz. Frankreich erreicht den ersten, mit einer dreistelligen Punktzahl, wohingegen S!sters nur auf bescheidene 17 Punkte kommen.

First Rehearsal S!sters
Quelle: eurovision.tv

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